SCHULE

Wir sind eine Schule für Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen. Schulisch, sozial und emotional belastete Schülerinnen und Schüler finden an der KGS einen sicheren Ort für ihre weitere Entwicklung. Die schulische und gesellschaftliche Teilhabe ist unser Ziel, welches wir gemeinsam mit dem Umfeld der Lernenden erreichen wollen. Die Vermittlung von Freude und Neugierde am Lernen ist uns ein zentrales Anliegen, welches wir mit unserem am Lehrplan der Volksschule orientierten Unterricht erreichen wollen. Durch Präsenz, Kreativität, Konsequenz und Respekt gestalten wir ein das Zusammenleben nach klaren Regeln. An der KGS arbeiten Fachpersonen interdisziplinär zusammen. Wir reflektieren unsere Arbeit und bilden uns weiter. Externe Stellen und Fachpersonen werden bei Bedarf beigezogen.

 

LEIT- & WERTVORSTELLUNGEN

  • Gemeinsames Wachsen: Die individuelle Entwicklung wird im Kontext vom gemeinsamen Wachsen aller Beteiligten gesehen. Niemand wird zurückgelassen, alle werden «mitgenommen». Die fachliche Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch sind gelebte Praxis an der KGS und werden verbindlich organisiert. Die Schule arbeitet konstant an einer konstruktiven Feedbackkultur (Rückmeldungen wertschätzend und offen austauschen) und sorgt für eine positive Fehlerkultur (Fehlerbereitschaft und -toleranz).

  • Individuelle Förderung und Prozessbegleitung: Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ermitteln wir die Ressourcen (förderorientierte Erfassung, schulisches Standortgespräch), formulieren gemeinsam Ziele, planen die individuelle Förderung und die Förderung in der Gruppe, suchen nach passenden Instrumenten und Werkzeugen und evaluieren den Prozess regelmässig. Durch die Förderung möchten wir die Lernenden durch Strategieanwendung befähigen, über das eigene Lernen und die individuelle Entwicklung zu reflektieren.

  • Wertschätzender Umgang mit Vielfalt: Wir bieten sozioemotionale Unterstützung wie auch technische Hilfsmittel an, damit alle Lernenden vom Unterricht profitieren können. Die KGS bemüht sich mittels offener und transparenter Kommunikation um das Vertrauen der Lernenden, der Schülerinnen und Schüler und des näheren Umfeldes in die Schule.

 

FACHLICHE GRUNDSÄTZE

Grundsätzlich orientiert sich der Unterricht an der KGS am Lehrplan des Kantons Zürich. Die Lernschwierigkeiten und Teilleistungsschwächen machen es unseren Schülerinnen und Schülern aber oft schwer, dem Stoffplan der regulären Volksschule zu folgen. Deshalb wird das schulische Arbeiten dem Leistungsprofil jedes Schülers individuell angepasst. Die Stoffziele des Lehrplans und der Lehrmittel werden daher dem Leistungsprofil unserer Lernenden individuell angepasst. Ziel ist die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der schulischen Leistungsbereitschaft. Dazu müssen die Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler berücksichtigt werden.

 

Unterrichtsgestaltung

Die Lehrpersonen haben in der Gestaltung des Unterrichtes grosse Freiheiten. Der Spielraum und die Fähigkeit, sich den verändernden Bedürfnissen anzupassen, machen einen guten Unterricht aus. Nebst den offiziellen Lehrmitteln des Kantons Zürich, werden auch individuell ausgewählte Lehrmittel verwendet. Es wird individualisiert und in Gruppen gearbeitet. Allen Schülerinnen und Schülern steht ein Tablet zur Verfügung.

 

Übergeordnete Entwicklungsziele

Neben dem Arbeiten an den schulstofforientierten Zielen und Inhalten hat die Förderung von übergeordneten Kompetenzen eine grosse Bedeutung. Letztlich geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, ein autonomes und «gutes» Leben zu führen und ihren Platz in der Gesellschaft finden. Wichtige Förderschwerpunkte sind insbesondere:

  • Aufbau von gesundem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen
  • Vermitteln von Techniken, den Alltag gut zu bewältigen
  • Aufbau von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einen guten Einstieg in die Berufswelt ermöglichen
  • Erlangen von «Werkzeugen», um sich in der heutigen Zeit orientieren und zurechtfinden zu können Erlernen von Sozialverhalten, um sich in einer Gemeinschaft einzuordnen, sich zu behaupten und eine mitgestaltende verantwortungsvolle Rolle darin einzunehmen

 

KLASSEN- & UNTERRICHTSORGANISATION

Für die Unterrichtszeiten und Fächerangebote gelten die kantonalen Vorgaben. Die Unterrichtszeit beträgt 28 bis 29 Lektionen pro Woche für Primarschüler. Für Sekundarschüler beträgt die Anzahl Lektionen 33 bis 34 Lektionen pro Woche. Es werden alle obligatorischen Fächer angeboten. Analog zur Regelschule können Lernende vom Unterricht in einzelnen Fächern dispensiert werden. Teilintegrierte Lernende haben Zugang zum Angebot der Wahl- und Freifächer der Regelschule Dielsdorf.

 

Gruppenbildung

Die KGS führt zwei Kleinklassen mit je sieben normalbegabten Lernenden im Primar- und Se-kundarstufenalter. Bei der Aufnahme der Schülerinnen und Schüler sowie der Zusammensetzung der Klassen wird auf eine möglichst gute Durchmischung geachtet. Beide Gruppen sollen bezüglich Alter, Geschlecht und kognitiven sowie emotional-sozialen Voraussetzungen ähnlich und in sich heterogen zusammengesetzt sein.

 

Orientierung & Arbeitsweise

Der Unterricht an der KGS geschieht lehrplanorientiert. Das bedeutet, dass die Lernenden grundsätzlich an den Zielen und Inhalten der Regelschule arbeiten. Es gilt die kantonale Stunden- und Fächertafel. Im Einzelfall können die Lernziele einzelner Fächer individualisiert werden. Dies wird an Schulischen Standortgesprächen zusammen mit den Eltern und Erziehungsberechtigten vereinbart und regelmässig überprüft. Die Arbeitsweise im Unterricht ist systemisch und ressourcenorientiert. Die Schülerinnen und Schüler werden ganzheitlich erfasst und gefördert. Nebst den schulischen Inhalten werden auch individuelle Alltagskompetenzen eingeübt.

 

Teilintegration in Regelklassen

Die Teilintegration in die Regelklassen der Sekundarschule Dielsdorf ist ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsorganisation. Die Art der Umsetzung dieser Teilintegration hängt mit den individuellen Voraussetzungen der KGS-Lernenden sowie der Situation der Regelklassen zusammen. In der Regel beginnt die Teilintegration fächerweise und wird kontinuierlich ausgeweitet. Die Planung und Überprüfung erfolgt am Schulischen Standortgespräch – in Absprache mit den involvierten Lehrpersonen der Regelklassen, den Eltern sowie den Schülerinnen und Schüler selbst.

 

Berufsintegration

Ab der ersten Klasse der Sekundarstufe bietet die KGS individuelle Beratungsgespräche zur Berufsfindung an. Schnuppertage und -wochen werden initiiert, betreut, nachbereitet und ausgewertet. Die Vernetzung mit der öffentlichen Berufsberatung ist gewährleistet.

 

Sozialpädagogik

Ziel der Sozialpädagogik ist die Bearbeitung aktueller Themen der Kinder, Erhöhung der Selbstwirksamkeit und Resilienz, Entlastung der Kinder bei belastenden Themen, Ganzheitliche Analyse der Problemlagen. Die Förderung findet in Einzel- und Gruppensettings statt.

 

Mittagsbetreuung

Ein Teil der Schüler nimmt das Mittagessen zu Hause ein, andere verbringen den Mittag am Mittagstisch in der KGS in Dielsdorf. Der Besuch des Mittagstischs ist anmelde- und kostenpflichtig.

 

Nachmittagsbetreuung

Die KGS Dielsdorf bietet die Nachmittagsbetreuung nach Unterrichtsschluss an. Diese dauert bis 17 Uhr. Während dieser Zeit werden die Schülerinnen und Schüler durch eine Schulassistenz betreut. Der Besuch der Nachmittagsbetreuung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und die Teilnahme ist damit für das Schuljahr verpflichtend.

 

… für mehr Information kontaktieren Sie uns.